Gefahrguteinsatz-Zollhof Altenberg
Alarmierung 17:48Uhr

Bei der Einreise Kontrolle der Bundespolizei an einem Gefahrgut-LKW wurde eine Leckage festgestellt. Dabei verletzte sich ein Beamter an den ätzenden Dämpfen seine Atemwege. Sofort wurde ein Notartz und ein Rettungswagen gerufen sowie die Feuerwehr Altenberg und der Umweltzug des Weißeritzkreises mit der Feuerwehr Freital und als Unterstützung die FW-Schmiedeberg.

Als die Umweltzug noch unterwegs zum Einsatzort in das winterliche Zinnwald ist, evakuierte ein Trupp der FW-Altenberg unter Atemschutz den umliegenden Bereich-hier parkten viele LKW, die auf ihre Abfertigung warteten.
Der Grenzübergang wurde komplet gesperrt.

Nachdem der Umweltzug eingetroffen war und der Dekon-Platz aufgebaut war, machte sich ein Trupp mit 3Kameraden auf zur näheren Untersuchung zu dem, in einem inzwischen weit abgesperrten Bereich, stehendem LKW.
Dieser hatte an der Unterseite einen 30cm langen Riss und die geladene Phosphorsäure tropfte auf die Hinterachse des Aufliegers.

Ein Fachberater "Chemie", der Havariekommisar und ein Fachberater von der Werksfeuerwehr BASF-Schwarzhaide (TUIS) wurden hinzugezogen.

Die Einsatzleitung und die Berater (zeitweise bis zu 10 Leute) konnten bei der Witterung ein Besprechungsraum der Bundespolizei nutzen und die 44 eingesetzten Kameraden konnten Räumlichkeiten zum aufwärmen in Anspruch nehmen ( -5Crad Außentemperatur)
Vielen Dank hierfür an die Beamten der Bundespolizei am Grenzübergang Altenberg!

Fest stand: Der Auflieger ist nicht mehr fahrfähig und muss umgepumpt werden!
Ein von der Spedition zur Verfügung gestellter Ersatz-LKW erwieß sich zwar als tauglich, allerdings sollte das falsche Umpumpverfahren eingesetzt werden.
Die ausgelaufene Menge wurde inzwischen mit einem Mittel zur Neutralisation abgestreut, welches freundlicherweise von einem in Altenberg ansässigen Labor zur Verfügung gestellt wurde - nicht selbstverständlich gegen 23Uhr! Auch hierfür gilt unser Dank!

Der Einsatz wurde gegen 1Uhr abgebrochen und auf den nächsten Tag verlegt

Donnerstag 1.12.: Die Werksfeuerwehr BASF pumte mit Spezialausrüstung die Phosphorsäure in den Ersatz-Auflieger. Die Kameraden der FW-Altenberg sicherten den Einsatz ab.